
Wolfgang Kiessling, Präsident von Loro Parque
„Loro Parque ist bereit und fest entschlossen, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um Wikie und Keijo zu helfen und alle verfügbaren Mittel einzusetzen, damit diese Tiere nicht sterben und dauerhaft unter Bedingungen aufgenommen werden können, die ihren Schutz und ihr Wohlbefinden gewährleisten. Dafür ist jedoch die ausdrückliche Zustimmung der spanischen Regierung erforderlich“, erklärt Wolfgang Kiessling.
Nach der Ankündigung des französischen beigeordneten Ministers für den ökologischen Wandel, Mathieu Lefévre, der die Verlegung der Orcas Wikie und Keijo nach Teneriffa befürwortet, möchte Loro Parque öffentlich seinen Dank für das von den französischen Behörden entgegengebrachte Vertrauen in die Einrichtung und ihre Anlagen zum Ausdruck bringen. Der Park hält es jedoch für unerlässlich, klarzustellen, dass die Einrichtung trotz ihres langjährigen Engagements für das Tierwohl den Rettungseinsatz und die dauerhafte Aufnahme der Orcas erst durchführen wird, wenn die spanische Regierung die rechtliche Sicherheit des Prozesses garantiert und formell die Eignung von Loro Parque zur Aufnahme dieser beiden Tiere anerkennt und den Transfer ausdrücklich genehmigt.
Loro Parque bekräftigt, dass seine Haltung auf einem Verantwortungsprinzip beruht. Die mögliche Aufnahme von Wikie und Keijo kann nicht als bloßer Verwaltungsakt behandelt werden, noch darf sie unklaren Interpretationen, widersprüchlichen Botschaften oder externem Druck unterliegen. Es geht um das Leben zweier Tiere, die eine sofortige und dauerhafte Lösung benötigen, die technisch machbar und von den zuständigen Behörden der beteiligten Länder gebilligt ist.
Der Präsident von Loro Parque, Wolfgang Kiessling, hat sich hierzu klar geäußert: „Unser Ziel ist es, das Leben dieser Tiere zu retten und sie vor einem tödlichen Schicksal zu bewahren. Wir laden die spanische Regierung ein, sich diesem Einsatz anzuschließen, indem sie die technischen und rechtlichen Garantien bereitstellt, die für eine Operation dieser Größenordnung notwendig sind.“
Loro Parque ist zuversichtlich, dass die spanische Regierung diese Einladung positiv aufnehmen wird, den Wert von Einrichtungen anerkennt, die weltweit als Maßstab gelten, und so diese beispiellose Rettungsaktion ermöglicht.
Im Sinne von Transparenz und wissenschaftlicher Genauigkeit betont Loro Parque, dass der französische Minister für den ökologischen Wandel selbst erklärt hat, dass es keine marinen Schutzgebiete gibt und dass Loro Parque die einzige praktikable Option darstellt, um ein tödliches Schicksal zu verhindern. Das Narrativ der “Sanctuaries” muss daher pragmatischen und wissenschaftlich fundierten Lösungen weichen, wie sie auf Teneriffa angeboten werden.
Es wäre nicht das erste Mal, dass der Loro Parque an einer Rettungsaktion mitwirkt. Das Orca-Weibchen Morgan, das 2011 in sehr kritischen Gesundheitszustand an der niederländischen Küste des Wattenmeers gefunden wurde, fand in der Animal Embassy ein neues Zuhause. Die Einrichtung nahm das Tier auf ausdrücklichen Wunsch der niederländischen Behörden auf, nachdem Experten festgestellt hatten, dass die Verlegung in den Loro Parque die einzige gangbare Option sei, um ihr Wohlergehen zu gewährleisten.
Die Einrichtung erinnert daran, dass sie seit Jahren Gegenstand behördlicher und medialer Prüfungen ist, die ihrer Ansicht nach nicht auf soliden wissenschaftlichen Beweisen beruhen. Vor diesem Hintergrund ist der Loro Parque der Ansicht dass jeder Transport mit vollständiger Transparenz, anhand überprüfbarer technischer Berichte und mit eindeutiger Unterstützung durch die zuständigen Behörden erfolgen muss. Nur so kann gewährleistet werden, dass Wikie und Keijo nicht in eine Kontroverse verwickelt werden, die ihre derzeitige Situation verschlimmert.
Loro Parque betont, dass diese Operation weder wirtschaftlichen noch kommerziellen Interessen dient. „Wir verdienen keinen Euro mehr, wenn wir sechs statt vier Orcas haben. Wir handeln aus moralischer, fachlicher und beruflicher Verantwortung. Wir tun dies, weil wir wissen, wie man diese Tiere pflegt, und weil wir verhindern wollen, dass Wikie und Keijo in Frankreich ohne echte Alternative sterben“, erklärte Kiessling.
Das Unternehmen weist darauf hin, dass es über ein multidisziplinäres Team aus Tierärzten, Biologen, Tierpflegern, Spezialisten für Tierverhalten und internationalen Experten mit umfassender Erfahrung im Umgang mit Meeressäugern verfügt. Die Anlagen wurden so konzipiert, dass sie eine sichere, stabile und bereichernde Umgebung bieten, mit Protokollen für die rund-um-die-Uhr-Betreuung, spezialisierter tierärztlicher Überwachung und Tierwohlprogrammen, die auf wissenschaftlichen Kriterien basieren.
Zudem betont der Loro Parque, dass seine Einrichtungen mehrfach strengen Inspektionen durch verschiedene zuständige Behörden und Stellen unterzogen wurden. Dazu gehört auch SEPRONA, die wiederholt den guten Gesundheitszustand der Tiere in der Obhut des Parks bestätigt hat. Hinzu kommen internationale Zertifizierungen und externe Audits, die das Engagement der Einrichtung für Artenschutz, Bildung, Forschung und Tierschutz untermauern.
Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung hat sich der Loro Parque als weltweite Referenz im Artenschutz, im Erhalt der Artenvielfalt und in der Umweltsensibilisierung etabliert. Die Loro Parque Stiftung hat 18 Arten vor dem Aussterben bewahrt, dank ihrer Arbeit in mehr als 300 Naturschutzprojekten auf der ganzen Welt, in die über 30 Millionen Dollar investiert wurden.
Aus all diesen Gründen bekräftigt Loro Parque seine Bereitschaft, mit den französischen und spanischen Behörden zusammenzuarbeiten, sofern ein ausreichender Garantierahmen besteht und eine klare institutionelle Anerkennung der Exzellenz seiner Einrichtungen gegeben ist. Das Wohl von Wikie und Keijo muss oberste Priorität haben, und dies kann nur langfristig sichergestellt werden, wenn auch die Rechtssicherheit und der Ruf derjenigen gewahrt bleiben, die für ihre Betreuung zuständig sind.